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Sonntag, 20. Januar 2013

Kleiner Balkonpflanzen Guide

Wenn ich durch die Straßen laufe sehe ich leider nur sehr selten schön gestaltete Balkone. Die meisten sind einfach leer, ohne Pflanzen, maximal ein Stuhl steht darauf. Oder sie werden gleich als Müllhalde verwendet. Das finde ich sehr schade, denn ein schöner Balkon ist doch was tolles. 

Viele sehen vielleicht nicht die Schönheit, die von Pflanzen ausgeht. Oder sie sind einfach zu faul, um ihren Balkon zu gestalten. Oder sie haben keinen grünen Daumen, heißt es gehen alle Pflanzen ein. Dabei sind Pflanzen eigentlich gar nicht so schwer zu pflegen. Ich habe seit meiner Kindheit immer viele Pflanzen gehabt, im Haus und draußen, und selten sind welche eingegangen. Klar, das kommt auch mal vor, aber dann sollte man nicht verzagen und einfach mit einer anderen Pflanze weitermachen. Deshalb schreibe ich hier mal ein paar Punkte auf, die meiner Meinung nach wichtig sind, damit das Gärtern auf dem Balkon klappt.

1. Die richtigen Pflanzen

Das wichtigste, damit sich die Pflanzen wohl fühlen, ist auf ihre Standortbedürfnisse zu achten. Man sollte also wissen, zu welcher Seite der Balkon ausgerichtet ist.

Der Nordbalkon

Ein Nordbalkon charakterisiert sich vor allem durch eins: es scheint einfach nie die Sonne! Da ist es klar, dass mediterrane Pflanzen wie Oleander oder Zitrusbäume nichts werden. Ein bisschen schade, aber es gibt auch Pflanzen, die mit wenig oder keiner Sonne zurecht kommen. Z.B. Fuchsien, Hortensien, Efeu oder Buchs. 

Der Ostbalkon und der Westbalkon

Beide Balkone haben den halben Tag Sonne, also eignen sich Pflanzen mit dem Label "halbschattig". Da gibt es auch genug Auswahl.

Der Südbalkon

Den Jackpot hat man natürlich mit einem Südbalkon gezogen, denn dort wächst alles, was schön bunt ist und viele Früchte trägt. Grob gesagt alle Pflanzen aus dem südlichen Raum. Nur bei stark wasserzehrenden Pflanzen wie Gemüse muss man aufpassen und öfter gießen. Pflanzen, die viel Sonne mögen sind z.B.:

Oleander


Bougainvillea


















Chilis
Löwenmäulchen
Blaue Mauritius
Petunien
Basilikum
Rosmarin
Minze
Zitrusbäumchen
tbc...

   

2. Das richtige Eintopfen

Auch beim Eintopfen kann man einiges falsch machen. Dann kann sich z.B. Staunässe bilden, die die meisten Pflanzen hassen. Oder die Erde ist zu fest. Es ist aber ganz einfach:

- Blumenkästen ohne Löcher unten brauchen eine Schicht aus Blähton, damit sich das Wasser unter der Erde sammeln kann. Natürlich ist es aber viel besser, Löcher in die Kästen zu bohren
- Über den Blähton kommt Blumenerde. Da mische ich gerne noch ein paar Blähtonkugeln darunter, damit die Erde lockerer wird
- In die Erde mische ich Hornspäne. Die sind ein wunderbarer Dünger für die ersten Wochen/Monate, außerdem bleibt die Erde schön locker
 - Erde andrücken, gießen, fertig!















Wichtig ist auch, dass das Pflanzgefäß groß genug ist. Pflanzen mögen keine zu kleinen Töpfe...

3. Die richtige Pflege

Ich mache nicht sehr viel mit meinen Pflanzen. Ich gieße nach Gefühl, wenn die Erde nicht mehr feucht ist. Also immer vorher testen! Manche Pflanzen brauchen mehr, manche weniger Wasser. Erfahrungsgemäß ist es aber schlimmer, wenn zu viel gegossen wird.
Mit dem Düngen sollte man es auch nicht übertreiben. Ich dünge meine Balkonpflanzen im Frühling kaum (die Hornspäne wirken noch...). Im Sommer dann so ca. alle 2 Wochen mal. Wenn zu viel gedüngt wird, verbrennt die Erde!

Je nach Pflanze schneide ich verblühte Blüten ab und die Triebe danach etwas zurück. So hat die Pflanze Kraft für neue Blüten.

Tip gegen Blattläuse: Einfach Knoblauchzehen in die Erde stecken. Die Triebe kann man dann zurückschneiden. Blattläuse sind kleine Pflanzen-Vampire und hassen Knoblauch...


Das wars! Viel mehr braucht es nicht für eine kleine Oase...

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