
Dieser Blog soll eigentlich den schönen Dingen gewidmet sein. Damit man die auch genießen kann, braucht es allerdings ein paar Grundvoraussetzungen. Mit
Heuschnupfen fällt es schwer, den Frühling und Sommer zu
genießen. Da ich weiß, dass außer mir noch sehr viele andere an Heuschnupfen leiden, möchte ich hier meine
Erfahrungen dazu schreiben. Ich bin kein Arzt sondern
Laie und möchte hier betonen, dass das nur
meine persönlichen Erfahrungen sind und wer sich informieren will, sollte das bei einem Arzt tun. Ich will aber andere ermutigen, dass es durchaus
Wege gibt, sich gegen die kleinen
Pollen-Biester zu
wehren.
Ich habe Heuschnupfen seitdem ich etwa
13 bin. Zunächst fing es im
Frühling an, dass die Nase lief und die Augen juckten. Von Jahr zu Jahr wurde es stärker und zusätzlich war ich auch noch gegen alle möglichen
Früchte und
Nüsse allergisch, wie Kirschen, Äpfel, Pfirsiche, Haselnüsse,... Anfangs wirkten noch die üblichen
Antihistaminika-Tabletten aus der Apotheke, aber mit jedem Jahr wurde es mehr und bald wirkten sie nicht mehr richtig. Manchmal war es echt schlimm! Also ging ich mit ungefähr 19 zum
Allergologen und wollte eine Therapie machen.
Meine erste Therapie war eine
Spritzentherapie, dh. mir wurden Anfang des Jahres über
3 Jahre hinweg 1x die Woche Allergene gespritzt. In den linken Arm
Frühblüher, in den rechten Arm
Gräser. Ich musste 7x kommen und die Therapie eben 3 Jahre wiederholen. Es war auch unangenehm, da Spritzen generell unangenehm sind und die Stelle stark anschwillt und juckt. Das vergeht aber nach ein paar Stunden.
Was hat es gebracht? Leider nicht viel. Ich habe
keine Verbesserung gespürt, es wurde sogar schlimmer...
Letztes Jahr wollte ich also einen neuen Versuch wagen, weil ich zu viel Angst vor Asthma hatte (durch Heuschnupfen kann Asthma entstehen!). Wieder ging ich zum Allergologen, diesmal musste ich ein
Blutbild machen lassen. Es wurde festgestellt, dass ich sehr stark allergisch auf
Frühblüher, Gräser, Schimmelpilze und Milben reagiere. Toll! Jedenfalls entschied ich mich diesmal für eine andere Therapie, die ich bisher auch empfehlen kann:
Ich nenne sie jetzt mal
Sublingual-Therapie, denn die Allergene werden dem Körper
unter der Zunge zugeführt. Ich nehme jeden
Morgen eine
Ampulle mit Frühblühern, die ich ein paar Minuten unter der Zunge behalte und dann runterschlucke.
Abends nehme ich eine
Tablette mit Gräserpollen, die ich ebenfalls kurz unter der Zunge lasse, bis sie sich auflöst. Das ganze muss ich
jeden Tag machen, mindestens
3 Jahre lang. Die Ampullen muss man außerdem im Kühlschrank aufbewahren. Beide Präparate hole ich mir alle 3 Monate auf Rezept in der Apotheke.
Der
Nachteil ist eindeutig, dass es manchmal schon
anstrengend ist, jeden Tag an die beiden Mittelchen zu denken. Außerdem hat es im ersten Monat ganz schön gebrannt im Mund. Aaaaaaber....
Ich hatte letztes Jahr
viel weniger Beschwerden! Dabei habe ich erst vor genau einem Jahr angefangen. Ich denke, dass es wirklich an den Tabletten bzw. Ampullen liegt. Ich bin begeistert, dass es endlich wirkt, und hoffe meine Allergie komplett loszuwerden!
Im Übrigen kann man eine Desensibilisierung immer nur gegen zwei "Problemstellen" gleichzeitig durchführen. Wenn ich also mit Frühblühern und Gräsern durch bin, mache ich noch eine Therapie gegen Schimmel und Milben. Aber das ist nicht so schlimm und hat Zeit.